'Das letzte Band', Regie: Stephen Tree

Kurzfassung: Ein alter, einsamer Mann, unbemittelt, alleinstehend, gesundheitsschädigende Gewohnheiten, der versucht, sich durch Anhören und Fortsetzung von auf Band gesprochenen Selbstzeugnissen über die Unwiderruflichkeit des Vergangenen, die Uneinholbarkeit der verpassten Chance, hinwegzuhelfen: Einmal war nicht genug für dich. Sei wieder. Sei wieder. Eine Produktion von René Peier (Schauspiel) und Stephen Tree (Regie und Dramaturgie), die seinerzeit mit einem Ulrich-Bräker-Monodrama im Keller des Zürcher Schauspielhauses einen Überraschungserfolg lanciert haben, und nun anhand dieses grossen Theatertexts das drohende Näherrücken von Beckett's 'Irgendwann in der Zukunft' reflektieren und sich und ihr Publikum befähigen wollen, einen Abend lang das eigene Leben, im Sinne von Krapps geliebten Spulen, anhalten und nach Belieben vor- und zurückfahren zu können - jedenfalls solange das letzte Band von Spule drei, Schachtel fünf nicht abgelaufen ist.

«...Wenn Peier auf die Bühne tritt und Becketts Regieanweisungen minuziös und mit feiner Ironie nachkommt, (...) dann denkt man, dass es auch das auf der Bühne nicht mehr oft gibt: Präsenz.»

René Peier als Krapp in 'Das letzte Band', Regie Stephen Tree

René Peier spielt Krapp in 'Das Letzte Band', Tournee (Keller 62) & Gastspiel

'Das letzte Band'

Poster: 'Das letzte Band', Keller 62

'Das letzte Band'

«Peier, in den vorgeschriebenen zu engen und zu kurzen schwarzen Hosen, der abgewetzten Weste, den zu grossen Schuhen paddelt und pendelt als clownesker Krapp über die Bühne, vollführt gekonnt die Kunststücke mit den Bananen, die er aus der Schublade holt, zeremoniell oder obszön schält und isst, dann auf der Schale ausrutscht und sich schliesslich hinter seine Bänder macht, um Schachtel drei, Spule fünf zu suchen.»

Tourneeproduktion

  • 2015: Keller 62