Als die Landkarte von Afrika im Kinderbuch noch weisse Flecken hatte und die Frage des Jungen: «Gibt es dort Menschenfresser?» mit «NEIN!» beantwortet wurde, obwohl er in einem anderen Buch genau das gesehen hatte: eine Zeichnung mit gefesselten, weissen und nackten Männern mit komischen Hüten in einem riesigen Kochtopf über einem Feuer. Und um den Topf im Kreise tanzende schwarze Männer - auch nackt. Da hatte er sich für seinen zukünftigen Beruf entschieden: Entdecker in Afrika.
Aber in der ersten Schulklasse schon musste er diesen Berufswunsch aufgeben. Alles schon entdeckt, das Flugzeug! Zumal er dann in der sechsten Primarschulklasse hören musste, dass diese weissen Männer keineswegs immer nur Opfer, sondern eben auch Täter waren, Täter voller Tatendrang im Kolonialwarenladen.
Was blieb dem ausgewachsenen Jüngling? Die Reise ins Innere. Nicht ins Innere des afrikanischen Kontinentes, nein, ins eigene.
Casino Herisau, Kleiner Saal
Donnerstag, 25. Juni 2026, 19.00 Uhr
Es lesen und spielen: René Peier, Zürich und Jeanne Devos, Bühnen Bern
Barbara Auer in Anlehnung an Margrit Gigerl, «Warum Robert Walser nicht geheilt wurde».
Am 19. März 1933 wurde Robert Walser als Patient Nr. 3561 in die Heil- und Pflegeanstalt Herisau aufgenommen und vom Direktor der Anstalt, Otto Hinrichsen, persönlich begrüsst. Die Lesung beleuchtet das spannungsreiche Verhältnis der beiden Männer zueinander, bietet Einblick in Walsers letzte Lebensjahre und in die psychiatrischen Praktiken seiner Zeit.
Museum Rietberg Park-Villa Rieter, Vortragsaal
Samstag, den 28. Februar 2026, 19 Uhr
vorgetragen von
Alexandra von Przychowski
und
Axel Langer
Eingerichtet und inszeniert von René Peier
Strauhof 16.01.2026 - 01.02.2026
Doris Hürzeler und André Behr porträtieren Menschen, die Bücher lieben:
Während er über mehrere Sitzungen ein Gespräch entlang ihrer Lesebiografie
führt, malt sie diese «Büchermenschen».
Mehr Informationen.
Mit einer Einführung von Beat Schläpfer
Szenische Lesung
Robert Walser wird am 19. März 1933 von der Klinik Waldau Bern in die Heil- und Pflegeanstalt Herisau
überführt, von Direktor Otto Hinrichsen empfangen und als Patient Nr. 3561 in die Klinik
aufgenommen. Der Direktor freut sich, dass er nun einen Dichter behandeln kann,
sein Assistenzart findet die Methoden des Direktors allerdings altmodisch.
Klanghaus Toggenburg
Eine Matinée anlässlich der Klanghaus-Eröffnung im Mai 2025 mit einer musikalischen Hommage an den verstorbenen Architekten des Klanghaus Toggenburg. Video schauen
Mit einer szenischen Lesung seines Alterswerk wird Max Ammanns gedacht. Review lesen...
Theateraufführungen: 10/05/22 12/05/22 13/05/22 14/05/22 - jeweils 20 Uhr.
Es geht es weiter im Keller62 mit der Aufführung eines aussergewöhnlichen Stücks der Wiener Autorin Elisabeth Schnürer. René Peier führt Regie.
WIEDERAUFNAHME - KELLER62 - 18. - 27. JANUAR 2018, 20 UHR
Neunzig Minuten mit Ulrich Bräker (1735 - 1798), seinen Lebens- und Liebesgeschichten, Ansichten, Abenteuern und Überlegungen.
René Peier und Stephen Tree, die im Keller62 mit Samuel Becketts 'Letztem Band' einen Überraschungserfolg erspielt haben, wenden sich nun aufs Neue ihrem 1987 am Schauspielhauskeller Zürich erarbeiteten Bräker-Projekt zu: Ein grossartiges Stück Prosa, das Peier in den fürchterlichen, verzweifelt komischen und absurden Nuancen so umzusetzen weiss, dass man's als tönendes Bild vor sich zu sehen glaubt (Christoph Kuhn, Tages Anzeiger, über die Uraufführung). Mehr über die Inszenierung...
REVIEW - 'DAS LETZTE BAND' - KELLER 62
Tonbänder sind in Samuel Becketts Einpersonenstück 'Das letzte Band' mehr als Requisiten. Sie konservieren die Erinnerung des 69-jährigen Kauzes Krapp. Ein Tonband, das gibt es eigentlich nicht mehr. Dieser Datenträger ist in Samuel Becketts Einpersonenstück 'Das letzte Band' (1958 in London uraufgeführt) viel mehr als ein Requisit. Er konserviert die Erinnerung eines 69-jährigen Kauzes namens Krapp...
De Chaschperli, de Chaschperli, de Chaschperli isch wider da! In der Turnhalle! Das Krokodil, die Hexe und der Gendarm mit dem Räuber. Damals mit ganz neuen Heften und Bleistiften im Schultornister. Dann etwas später im Schultheater spielte ich mich aus Verwirrungen. Ein Glück in Zürich das Gastspiel der Schaubühne, Peer Gynt. Ein Stück von einem, der auszog, das Glück zu suchen. Das Sackgeld war nicht gross genug für den zweiten Abend. Als Dieb mit Gewissensbissen war ich nicht gut genug, wurde von dem Regisseur Peter Stein ertappt und sofort rausgeschmissen.
Aus dem Englischen von Franziska Jung. Die überarbeitete Neuauflage ist den größtenteils unbeachteten Helden gewidmet. Es sind Pflanzen, denen die Menschheit viele entscheidende Durchbrüche bei der Kolonisierung der Erde verdankt. Henry Hobhouse erzählt eine Natur-Geschichte, ohne die es keine Geschichte der Menschheit gibt...